Wir haben alle schon viel erlebt, in diesem Leben und in einigen oder sogar vielen Leben davor. Dabei läuft natürlich nicht immer alles richtig, wir machen Fehler, manchmal sogar gravierende. Wir verletzen uns und andere, die anderen verletzen uns usw. Um uns von den Auswirkungen dieser Fehler zu befreien – zB. Zorn, Trauer, Schuldgefühle, unterdrückte Emotionen usw. - ist es essentiell, zu vergeben.
Vergebung wird heute immer noch von vielen falsch verstanden. Oft hört man „das kann, ich nicht vergeben, dann würde ich ja so tun, als wäre es nicht so schlimm“ - das ist auch nicht vergeben, sondern schön-reden.
Vergebung bedeutet nicht, zu sagen „War halb so wild“ oder „passt schon“, Vergebung bedeutet schon gar nicht, etwas gutzuheißen, was nicht gut war. Vergebung bedeutet: es zu sehen, wie es war, in aller Härte, und es dann stehen zu lassen, und dem anderen (und mir) nicht mehr nachzutragen.
Deutsch ist eine sehr präzise Sprache: man sagt statt "etwas nicht vergeben" auch "ich trage ihm etwas nach". Wer trägt also die Last? Natürlich ich, der andere hat oft kein Problem damit, hat es anders wahrgenommen oder weiß es vielleicht gar nicht. Durch Vergebung befreie ich immer in erster Linie mich!
Vollständige Vergebung geschieht immer in alle drei Richtungen, ich vergebe dem anderen, bitte um seine Vergebung und vergebe mir auch selbst, da nahezu immer alle drei Anteile da sind. Wenn mir jemand etwas angetan hat, dann ist klar, was ich ihm vergeben soll. Wieso er mir? Nun, irgendetwas wird auch mein Anteil sein und sei er noch so klein. Vielleicht habe ich ihn provoziert oder bei einem wunden Punkt getroffen oder ähnliches. Damit die Befreiung vollständig ist, gehört das natürlich auch vergeben.
Und was soll ich mir vergeben? Das "hätte ich doch"! Hätte ich doch nicht diese Abzweigung genommen, wäre ich doch gegangen als ich gemerkt habe, dass es ungut wird usw. Dieser Teil ist oft der Schlüssel zur Befreiung!
Daher mein Vorschlag für den gerade begonnenen Advent: "Vergib Dich frei", befreie Dich von alten Lasten.
Das bildest Du Dir ja nur ein! Diesen Ausspruch hört man oft, wenn man Wahrnehmungen berichtet, die nicht ins übliche Schema passen. Doch wenn das jemand zu Dir sagt, dann ist das eigentlich eine Frechheit. Nicht nur, weil er damit zum Ausdruck bringt, dass er Dir nicht glaubt, sondern auch weil er sich anmaßt, Deine Wahrnehmung beurteilen zu können - und das ist ihm auf der bewussten Ebene nicht möglich!
Unser Unbewusstes bekommt - so die wissenschaftliche Erkenntnis - in der Sekunde 60 Millionen Informationen. Davon schaffen es ganze 60 ins Bewusstsein. Und das sind nicht irgendwelche 60, sondern die werden ganz genau ausgewählt (Beispiele: Du erfährst, dass Du oder Deine Frau schwanger b/ist, plötzlich sind da lauter schwangere Frauen auf der Straße, die gestern alle dahei gewesen sein müssen, weil da hast Du keine gesehen. Die waren gestern auch da, bloß hat Dein Unbewusstees sie ausgefiltert). Und so sind Deine 60 bewusst wahrgenommenen Informationen nicht die gleichen, wie die Deines Bekannten, und er kann Deine Wahrnehmung nicht an seiner messen, also auch nicht beurteilen.
Leider sind viele Menschen aber so sozialisiert, dass sie gleich selber ihre eigene Wahrnehmung madig machen - immer wieder kommen Klienten zu einer Folgesitzung und erzählen mir \"also, es ist viel besser geworden... aber vielleicht bilde ich mir das ja auch nur ein\". Um Deine Schwingung zu erhöhen und mehr vin Deinem Potential leben zu können, ist es ganz wichtig, dass Du Deiner Wahrnehmung vertraust!
Wir bilden uns in Wirklichkeit ja alles ein! Erstens weil diese Realität nur eine virtuelle ist, die wir alle permanent erschaffen (siehe Seminar Manifestations-Techniken). Und zweitens: Deutsch ist an sich eine sehr präzise Sprache. Einbilden bedeutet, sich ein Bild von etwas machen. Und das machen wir die ganze Zeit, aucb bei den Wahrnehmungen, denen wir vertrauen. Wir macnen uns permanent ein Bild der Gegenwart und auch eines über die Zukunft - dort nennen wir das dann Vorstellung. Und Deine Vorstellung ist Deine wichtigste Manifestations-Kraft! Was Du Dir nicht vorstellen kannst, das wirst Du auch kaum verwirklichen können. Deswegen gehört diese Kraft auch gepflegt und geschult. Bilde Dir also ruhig immer wieder ganz bewusst etwas ein, mache Dir ein Bild von der Zukunft, die Du haben willst!